(Fast) keine Räbefasnacht

 

«Die Hoffnung stirbt zuletzt.» An diesem Satz haben sich auch die Baarer Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in den letzten Wochen festgehalten. Vielleicht ist ja trotz Corona wenigstens ein bisschen Fasnacht möglich. Seit der letzten Verschärfungsrunde des Bundesrats ist nun aber definitiv klar, dass jetzt «zuletzt» ist. Bis Ende Februar sind alle Gastrobetriebe geschlossen, maximal fünf Personen dürfen sich im öffentlichen Raum versammeln, sämtliche Veranstaltungen sind verboten, Guggenmusiken können nicht musizieren und an ein lustiges Fasnachtstreiben ist schon gar nicht zu denken. Deshalb sind nach den Grossanlässen wie den Fasnachtsumzügen auch sämtliche Alternativprogramme wie Platzkonzerte der Guggenmusiken oder eine kleine, aber feine Beizenfasnacht endgültig begraben.

Hat das Coronavirus gewonnen? Das könnte auf den ersten Blick so scheinen. Doch das Fasnachtsvirus ist ansteckender – und eine Impfung wurde noch keine erfunden. Ein bisschen Fasnacht gibt es deshalb auch dieses Jahr. Die Baarer Strassen werden fasnächtlich geschmückt. Ende Januar kommt zudem die Solidaritätsplakette der Fasnachtsgesellschaft Faschall Allenwinden, der Fröschenzunft Ebel und der Fasnachtsgesellschaft Baar in den Verkauf (weitere Infos folgen) und auch sonst wird (hoffentlich) die eine oder andere fasnächtliche Überraschung im Dorf auf uns warten. Denn fasnächtlich gekleidet durchs Dorf spazieren ist erlaubt. Ebenso sind Konfetti nicht aus dem Strassenbild verbannt. Und Fasnacht lässt sich auch hervorragend in den eigenen vier Wänden feiern. Hier ein paar (teilweise sogar ernst gemeinte) Tipps für Fasnacht in der Familie:

  • Am Fasnachtswochenende sind alle verkleidet unterwegs.
  • Eine Konfettischlacht ist auch in der Wohnung möglich. Schliesslich wollen wir auch nächsten Sommer an den unmöglichsten Orten noch ein Konfetti entdecken.
  • Ein Holdrio, ein Don Camillo oder ein Hinkelstein mundet auch im eigenen Wohnzimmer. Ob das Teebüüteli an die Decke geschleudert werden darf, kann jede und jeder selbst entscheiden. Und die Baarer Schaumbaron-Dynastie Uster freut sich über jedes im Braui-Märt verkaufte Bier.
  • Das Räbedibum gibts hier zum Mitsummen.
  • Auf Youtube findet sich eine grosse Auswahl an Guggenmusikklängen – auch von Baarer Guggenmusigen.
  • Auch Baarer Fasnachtsumzüge der letzten Jahre sind auf Youtube zu finden. 
  • Alternativ können Fasnachtsumzüge in der eigenen Wohnung nachgespielt werden: Aufstellen im Gang, eine Runde um die Polstergruppe und den Esstisch, Orangen werfen im WC und am Schluss ab in die Küche, wo es für alle Wienerli und Brot gibt. Konfettis sind natürlich Pflicht.
  • Musikmachen ist zwar nicht (oder nur im kleinsten Rahmen) erlaubt, eine pantomimische Guggenmusik ist aber erlaubt und beschränkt sich auf Schwingbesen (Räbevater Werni I. gibt gerne Fernunterricht), Pfannen sowie Trichter oder Petflaschen, um wenigstens so zu tun, als hätte man eine Trompete oder eine Posaune in der Hand.
  • Auf die Chüngverbrennung wird in der Wohnung vielleicht besser verzichtet. Es sei denn, man nennt ein Cheminée sein Eigen oder hat im Garten oder auf dem Balkon einen Grill. Anstatt des Räbechüng kann wahlweise der Adventskranz, ein Burdeli Holz oder sonst etwas Brennbares den Flammen geopfert werden.

Die Fasnachtsgesellschaft Baar wünscht allen eine fröhliche Räbefasnacht 2021. Freuen wir uns bereits jetzt auf die Räbefasnacht 2022 – wenn wir unser 75-jähriges Jubiläum feiern dürfen.

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Räbefasnacht Baar – die wohl schönste und grösste Fasnacht im Kanton Zug
Fasnachtsgesellschaft Baar, Postfach 1154, 6341 Baar
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